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Rohrnetz­berechnung für die Wärme­pumpe

Eine Wärmepumpe schickt drei- bis viermal so viel Wasser durch die Rohre wie ein Heizkessel. Die Rohrnetzberechnung zeigt, ob Ihr Leitungsnetz das schafft – und wo es eng wird.

Volumen­strom-Überschlag

Wie viel Heizungswasser muss die Wärmepumpe pro Stunde umwälzen?

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Spreizung ist der Temperaturunterschied zwischen Vorlauf und Rücklauf. Wärmepumpen arbeiten meist mit 5 bis 7 K. Formel: Volumenstrom = Leistung ÷ (1,163 × Spreizung).

Kurz gesagt

  • Wärmepumpen arbeiten mit kleiner Spreizung und brauchen deshalb viel Durchfluss.
  • Der Widerstand im Rohr wächst etwa mit dem Quadrat des Durchflusses.
  • Wir berechnen Druckverluste, Volumenströme und die nötige Pumpenleistung.
  • Engstellen werden gefunden, bevor sie zu Störungen führen.

Dieselben Rohre, viel mehr Wasser

Heizungsrohre in bestehenden Häusern wurden für Kessel ausgelegt. Ein Kessel schickt wenig, aber sehr heißes Wasser auf die Reise. Eine Wärmepumpe macht es umgekehrt: viel Wasser, nur mäßig warm. Das ist der Grund für ihre Effizienz.

Für das Rohrnetz hat das Folgen. Der Widerstand in einer Leitung wächst etwa mit dem Quadrat des Durchflusses: Doppelt so viel Wasser bedeutet den vierfachen Widerstand. Was beim Kessel problemlos lief, kann mit der Wärmepumpe zur Engstelle werden.

Wir rechnen das vorher aus – Strang für Strang, vom Gerät bis zum letzten Heizkörper.

Beispiel: 8 kW Heizleistung
SpreizungVolumenstrom
Heizkessel20 Krund 340 l/h
Wärmepumpe7 Krund 980 l/h
Wärmepumpe5 Krund 1.380 l/h

Das berechnen wir

Druck­verluste

Für jeden Strang und für den ungünstigsten Heizkörper. Daraus ergibt sich, wie viel die Pumpe leisten muss.

Mindest­volumen­strom

Jede Wärmepumpe braucht einen Mindestdurchfluss, vor allem beim Abtauen. Wir prüfen, ob er in jedem Betriebszustand erreicht wird.

Strömungs­geschwindigkeit

Fließt das Wasser zu schnell, rauscht und pfeift es in Rohren und Ventilen. Wir halten die Geschwindigkeiten im ruhigen Bereich.

Wo es typischerweise eng wird

Selten ist das ganze Netz zu klein. Fast immer sind es einzelne Bauteile, die sich gezielt tauschen lassen.

  • Alte Thermostatventile mit kleinem Durchlass
  • Dünne Anschlussleitungen zu einzelnen Heizkörpern
  • Mischer und Rückschlagklappen aus der Kesselzeit
  • Verschmutzte Schmutzfänger und Filter
  • Falsch eingestellte Überströmventile
  • Zu kleine Leitungen zwischen Außengerät und Haus

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Onur Dönmez, Ansprechpartner bei M&M Wärmepumpen
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